Manipulierte Schutzeinrichtungen bergen hohes Risiko
Manipulierte Schutzeinrichtungen bergen hohes Risiko

Keine Trickserei

Manipulierte Schutzeinrichtungen bergen hohes Risiko
Manipulierte Schutzeinrichtungen bergen hohes Risiko

Manipulationen von Schutzeinrichtungen sind häufigste Ursache von Maschinenunfällen

Report 2/2009 | BGN-Nachrichten für Backbetriebe

Das hohe Risiko, das von manipulierten Schutzeinrichtungen an Maschinen ausgeht, scheinen viele Betriebe in Kauf zu nehmen. Denn vielerorts gehören solche Manipulationen zum betrieblichen Alltag. Sie sind Unfallursache Nummer eins bei den Maschinenunfällen in Backbetrieben.


Ein typischer Fall: Der Auszubildende hatte sich beim Reinigen der Teigausrollmaschine alle Finger der rechten Hand schwer gequetscht. Er war mit den Fingern in die Walzen der laufenden Maschine geraten. Wie konnte das sein? Die Maschine schaltet doch normalerweise sofort automatisch ab, sobald das Schutzgitter auch nur minimal angehoben wird. Der Grund, warum es hier nicht so war, war schnell gefunden: Der Schutzschalter, der beim Anheben des Gitters die Maschine abschaltet, war abgebaut.

Andreas Stoye, Maschinenschutz-Experte der BGN, erklärt: „Meist soll es durch solche Tricksereien schneller gehen. Stattdessen gibt es dann vielfach schwere Finger- und Handverletzungen und Arbeitsausfälle.“ Das kann nicht im Sinne des Betriebes sein.

Stoye rät: „Der Unternehmer sollte allen, die an Maschinen arbeiten, die Funktionsweise und Bedeutung der jeweiligen Schutzeinrichtung erklären und deren Wirksamkeit regelmäßig prüfen. Und eins sollte er unbedingt klarstellen: In unserem Betrieb werden keine Schutzeinrichtungen manipuliert.“