26.07.2017, 06:29 Uhr » Manipulation von Schutzeinrichtungen

Manipulation von Schutzeinrichtungen an Maschinen

Bild: Manipulation an einer Schutzeinrichtung


Ein großer Anteil der Arbeitsunfälle an Maschinen kann auf manipulierte Schutzeinrichtungen zurückgeführt werden. Manipulierte Schutzeinrichtungen weisen ein hohes Risikopotential auf und führen auch in den Mitgliedsbetrieben der BGN immer wieder zu schweren und sogar tödlichen Unfällen.

In jüngster Zeit haben verschiedene Institutionen Studien zu dieser Problematik durchgeführt. Der ehemalige Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften führte im Jahr 2006 eine Studie durch. Untersucht wurden stationäre Anlagen und Maschinen in metallverarbeitenden Betrieben.
Wesentliche Ergebnisse: 37 % der Maschinen sind ständig oder vorübergehend manipuliert, bei der Hälfte der Manipulationen kann es zu Unfällen kommen. Knapp ein Viertel aller Arbeitsunfälle sind nach Meinung der Befragten auf Manipulationen zurückzuführen.
Auch die schweizerische Suva hat eine Kampagne zur Verhinderung von Manipulationen gestartet. Eine repräsentativen Telefonumfrage im Frühling 2007 bei 300 Unternehmensverantwortlichen in der ganzen Schweiz ergab, dass 37 % der Unternehmen sagen, dass an ihren Produktionsmaschinen und automatischen Anlagen Schutzeinrichtungen demontiert oder unwirksam gemacht werden.

Die BGN-Prävention hat 2007 eine Online-Befragung von ca. 500 Sicherheitsfachkräften aus Mitgliedsbetrieben der BGN durchgeführt (Beteiligungsquote 51,7 %). Die Eingangsfrage „Haben Sie erlebt, dass in Ihrem Unternehmen Schutzeinrichtungen an Maschinen manipuliert wurden?“ haben 73,3 % der Teilnehmer mit „Ja“ beantwortet.

Die BGN-Prävention hat einen Arbeitskreis eingerichtet, der das Thema Manipulation gezielt bearbeitet. Auf diesen Seiten erhalten Sie neben Informationen zur Problematik auch Materialien, die Sie bei Maßnahmen gegen die Manipulation von Schutzeinrichtungen unterstützen.